Der Gründer der Marke war Frederick John Perry. Dieser wurde 1909 in England geboren und begann bereits in seiner Jugend Tischtennis zu spielen, was bereits sein Vater, Samuel Frederick Perry, erfolgreich tat und der auch Vizepräsident der English Table Tennis Association war. Im Jahr 1929 gewann Fred Perry schließlich auch die Tischtennis Weltmeisterschaft in Budapest, wodurch er am Höhepunkt seiner Karriere in diesem Sport angelangt ist. Gleichzeitig beendete der gerade einmal 20 Jahre junge Sportler seine Karriere in diesem Sport und wechselte zum Tennis.

In dieser Sportart ging er schließlich in die Geschichte ein. Er qualifizierte sich noch im gleichen Jahr für die Teilnahme am bedeutendsten Tennis Turnier der Welt in Wimbledon. Der erste Sieg im Finale folgte im Jahr 1934 und zwei weitere Siege folgten in Reihe 1935 sowie 1936. Neben diesen Erfolgen hatte Fred Perry noch viele weitere Siege in wichtigen Turnieren zu verzeichnen. Mit dem bisher letzten Sieg eines Engländers in Wimbledon und den weiteren Erfolgen in dieser Sportart ist der ehemalige Tischtennis Spieler kaum für seine Anfänge bekannt, sondern ist als erfolgreichster Tennisspieler Englands in die Geschichte eingegangen.

In den 1930er Jahren setzte Fred Perry seine Karriere in den USA fort und emigrierte auch dort hin, kehrte jedoch 1947 nach England zurück.

 

Fred Perry

Fred Perry (ca. 1934–1936)

 

Die Familientradition in der Textilindustrie

Bereits Samuel Frederick Perry war Baumwollspinner und auch Fred Perry beschäftigte sich, wieder zurück in der Heimat, mit Textilien. Nach rund 20 Jahren im Profi Sport hatte er jedoch eigene Vorstellungen in diesem Bereich und dachte zweckorientiert. Die damalige Bekleidung der Spieler in Wimbledon bestand unter anderem aus den gleichen grünen Shirts, welche auch in der Armee von Soldaten getragen wurden. Über diesen Umstand machte sich Fred Perry lustig und startete gleichzeitig einen Versuch dies zu ändern. Er ließ zunächst 75 neutrale, weiße Polo Shirts anfertigen und schenkte sie den damaligen Teilnehmern an dem Turnier.

 

Der Anfang der Marke

Die Spieler wollten sich für das Geschenk erkenntlich zeigen und kamen auf die Idee, dass Fred Perry die Shirts mit einem Logo versehen solle, welches an ihn erinnern würde. Dieser entschied sich dafür die Shirts mit einem Loorbeerkranz zu versehen. Dieser entsprach demjenigen, den Perry zum ersten Mal in Wimbledon im Jahr 1934 gewonnen hat. Dies wurde schließlich die Geburtsstunde der Marke Fred Perry.

Die Shirts feierten 1952 in Wimbledon ihren eigenen Siegeszug, blieben als Sportbekleidung erhalten und prägten die Kleidung im Tennis bis heute nachhaltig. Ende der 1950er Jahre wurde das Sortiment um bunte Shirts für den Tischtennis erweitert, da dort keine weißen Shirts zulässig sind. Auch außerhalb des Sports wurden die Polo Shirts sehr beliebt und ist mit einem umfangreichen Sortiment auch als Freizeitbekleidung verbreitet.

Die Marke blieb lange Zeit im Familienbesitz und wurde später von Fred Perrys Sohn, David Perry geleitet. Die Marke Fred Perry wurde schließlich im Jahr 1995 an den japaischen Konzern Hit Union verkauft. Trotzdem ist die Familie Perry weiterhin bemührt das Erbe von Fred Perry zu erhalten, sodass weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit dem japanischen Mutterkonzern bestehen bleibt.