10.09.2016

KONNICHI WA, JAPAN


Japan. Das Land der aufgehenden Sonne. Ein hochindustrialisiertes Land, das sehr großen Wert auf Tradtition legt. Ein Land mit den wohl freundlichsten und zuvorkommendsten Menschen der Welt. Über O-Nigiris, den Shibuya-Streetstyle, die schier endlosen Stufen am Fushimi Inari-Schrein und, warum man sich Japan besser nicht im Hochsommer vornehmen sollte – kurzum, meine Reise nach Tokio, Kyoto und Kamakura.


Japan – Wo Tradition und Moderne aufeinandertreffen

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, habt ihr sicherlich mitbekommen, dass ich vor kurzem meine lang ersehnte Reise nach Japan angetreten habe. Japan fasziniert mich schon seit geraumer Zeit, sodass ich in meiner Freizeit sogar begonnen habe, die Sprache zu lernen. Viele tolle Dinge stammen aus dem fernöstlichen Inselland – an dieser Stelle ein riesiges Danke für alle Konsolen, Sushi, Matcha und Pokémon – das gleichzeitig für seine erstaunliche Kultur, aber auch für zahlreiche innovative Erfindungen bekannt ist. Wunderschöne Lanschaften, Schreine und Tempel treffen auf Hochhäuser und den schnellsten Zug der Welt, den Shinkansen.

Japan legt großen Wert auf Tradition und Sitten. Das äußert sich besonders in der Sprache, die mehrere Höflichkeitsformen aufweist, aber auch in den Umgangsformen mit anderen. Als Kunde in einem Kaufhaus bist du in Japan sprichwörtlich König. Dort erhältst du zu deinem Einkauf oftmals eine Verbeugung, man entschuldigt sich dafür, dich warten lassen zu haben und dankt dir mehrmals für deinen Einkauf. Grundsätzlich ist man immer sehr freundlich zueinander.

Besonders in Tokio hat man stellenweise das Gefühl, man befände sich in der Zukunft. Hochhäuser, so weit das Auge reicht. Lichter über Lichter. Alles ist hochmodern und für die Menschen so bequem wie möglich gestaltet. Toilettengänge gleichen einem Abenteuer. Was eine Toilette alles können sollte, darüber kann man sich sicherlich streiten. Doch eins sei gesagt: Wer einmal eine japanische Hightech-Toilette benutzt hat, möchte sie nie wieder missen.


Tokio – Tausend Facetten

Von Asakusa bis Odaiba. Tokio ist gegliedert in 23 Bezirke, von denen keiner dem anderen gleicht. Aus diesem Grund werden Nerds und Otakus in dieser Stadt genauso glücklich wie Freunde asiatischer Gartenkunst, Kneipengänger (Japanische Bar = Izakaya) oder Shoppingliebhaber.

Besonders begeistert hat mich Asakusa, der „traditionelle“ Bezirk der japanischen Hauptstadt. Besonders empfehlen kann ich einen Besuch am Kaminarimon (dt. Kaminari-Tor, zu Ehren des Donnergottes Kaminari) mit anschließendem Shopping an der Nakamise, der dahintergelegenen Shoppingstraße, wo man traditionelle japanische Kleidung, Souvenirs und allerlei Krimskrams ergattern kann. Unter den Touristenmassen tummeln sich auch einige Japaner, die wunderschöne Yuukatas und Kimonos tragen.

Lolitas, süße Crepes und die weltberühmte Harajuku-Fashion findet man im gleichnamigen Stadtteil. Freunde von Gaming, Mangas und Animes kommen im Otaku-Paradies Akihabara voll auf ihre Kosten. In Shibuya präsentiert jeder sein Outfit, der etwas von sich hält und Mode und Shopping liebt. Party wird in Shinjuku gemacht. In Odaiba, dem jüngsten, vom Menschen künstlich aufgeschütteten Bezirk Tokios, kann man nicht nur gut shoppen, sondern auch Riesenrad fahren, allerlei Ausstellungen besuchen und besonders bei Nacht einen wunderschönen Ausblick auf die Rainbow Bridge genießen.

Trotz alledem ist das beliebteste Reiseziel in Japan Kyoto, da dort viele historische Bauten und sehenswerte Schreine und Tempel erbaut worden sind. Mich hat besonders der Fushimi Inari Schrein zu Ehren der Fuchsgöttin Inari begeistert.


Japan/Tokio: Einreise, Kosten und die günstigste Unterkunft

Die Einreise nach Japan ist – wie so vieles andere dort auch – sehr bequem. Zumindest für Deutsche. Das Visum wird dir direkt vor Ort ausgestellt – mehr als deinen Reisepass benötigst du dafür nicht.

Unsere Flüge von München über London nach Tokio und zurück haben jeweils rund 650€ gekostet – diesen Preis erhält man jedoch nur bei sehr sehr frühem Buchen. Generell ist ausreichend Bargeld wichtig. Da Japan ein Inselstaat ist und die meisten Rohstoffe importieren muss, sind Lebensmittel generell teurer als in Deutschland. Für 14 Tage habe ich alleine für Essen, Freizeit und Shopping 1200 € ausgegeben. Wichtig: In Japan zahlt man üblicherweise, wie bei uns, eher bar.

Bei der Wahl der Unterkunft gilt: Auch in Tokio ist Airbnb die günstigste Option – wenn rechtzeitig gebucht. Unser Apartment befand sich inmitten von Shibuya, unweit der weltberühmten Shibuya Crossing und Hachiko entfernt. Da es in Tokio jedoch kein wirkliches Zentrum gibt, kann man sich auch ruhig ein Apartment in anderen Stadtteilen aussuchen. Allzu viel sollte man bei Privatwohnungen jedoch nicht erwarten. Platz ist in dieser Stadt Mangelware – weshalb die überaus meisten Wohnungen wirklich winzig und sperrlich bestückt sind. Grundsätzlich rate ich: Informiere dich am besten schon vorher, welche Orte dir bei deiner Reise am wichtigsten sind und wähle den Bezirk deiner Unterkunft entsprechend. Zwar ist der öffentliche Nahverkehr nicht übermäßig teuer, aber da Tokio eine riesige Metropole ist, fährt man doch irgendwie immer mindestens eine halbe Stunde.


Japan: Fettnäpfchen, die es zu vermeiden gilt

Obwohl Japan ein sehr westlich orientiertes Land ist, gibt es so einige Fettnäpfchen, in die man treten kann.

Geht gar nicht: In der Öffentlichkeit Nase schnäuzen, Stäbchen senkrecht in den Reis stecken
Bitte vermeiden: Sich in öffentlichen Verkehrsmitteln lautstark unterhalten, telefonieren oder essen

Die Liste könnte ich nun noch weiter ausführen, aber das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Fettnäpfchen. Keine Sorge, falls man doch einmal in eines tritt – die meisten Vergehen werden einem überhaupt nicht böse genommen. Faux-Pas werden von Japanern, freundlich und höflich wie sie sind, gekonnt weggelächelt und fast schon professionell ignoriert.

Außerdem ist es üblich, sich vor Eintritt in ein fremdes Zuhause die Schuhe auszuziehen – oft aber auch in Umkleidekabinen oder an heiligen Orten, wie Schreinen und Tempeln. Japanische Tatami-Matten werden grundsätzlich NIE mit Schuhen betreten.


Japan: Meine persönlichen Highlights



Ich hoffe, dieser etwas andere Beitrag hat euch gefallen und einen Überblick über meine Erfahrungen in Japan geliefert. Habt ihr noch Fragen oder wollt mehr über meine Reise wissen? Lasst mir gerne einen Kommentar da oder schreibt mir auf Instagram.

Kommentare:

  1. it looks like you enjoyed your trip! I was checking your instagram :) nice photos!
    www.samanthamariko.com

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  2. Das hört sich nach einem tollen Trip an, nach Japan möchte ich auch unbedingt nochmal. :)

    LG Pierre

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    1. Geht mir genauso! Du warst schon einmal in Japan? Was hast du dir alles angesehen? :)

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  3. Das hört sich nach einem tollen Trip an! Japan steht bei mir auch ganz oben auf meiner Reise-Wunschliste :-)

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    1. Danke Doris :) Falls du dann wenn es soweit ist noch ein paar Ausflugstipps brauchst, kann ich dir gerne aushelfen!

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  4. Japan is so amazing! Wish i can go there someday. Thanks for sharing this.

    Cheers, Rob
    http://robilliam.blogspot.com/

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  5. nice photo! <3

    http://themorgai.blogspot.hr

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  6. Great photos! Would love to go there someday :)

    Best, Albert
    Palming Pebbles | FB | IG | Bloglovin

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  7. Gorgeous, I hope I can go there someday <3


    www.rosieleizrowice.com

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